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MDF-Platten

MDF-Platten ist die Abkürzung für Mitteldichte Holzfaserplatten. Sie werden durch Verpressen von verholzten Fasern im sogenannten Trockenverfahren hergestellt. Dabei werden typischerweise Klebstoffe aus Harnstoff-Formaldehyd oder Phenol-Formaldehyd zugesetzt.

Der Anteil des verwendeten Klebstoffes beträgt ca. 8 bis 10 Prozent. MDF-Platten haben in vielen Bereichen die traditionelle Spanplatte verdrängt. Sie lassen sich besser lackieren und profilieren. Als Rohstoffe kommen allerdings nur einheimische Hölzer in Frage. Alt- und Resthölzer aus der Fertigung spielen bei MDF-Platten im Gegensatz zur Spanplattenherstellung keine Rolle.

HFH-Platten

Wenn die Fasern hochverdichtet werden, entstehen sogenannte harte Holzfaserplatten (HFH). Sie werden vor allem für Rückwände von Möbeln oder Schubbodenkästen eingesetzt. HFH-Platten werden im Nassverfahren hergestellt. Dabei wird die Holzstruktur bis auf einzelne Fasern aufgelöst und unter Aktivierung der holzeigenen Inhaltsstoffe und eventueller Beifügung von Kunstharzen wieder verpresst. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Dichte, glatte Oberfläche mit Siebstruktur an der Unterseite.

MDF-Platten und Formaldehyd

Das gesundheitliche Risiko von MDF-Platten entsteht durch die eingesetzten Klebstoffe. Formaldehydhaltige Klebstoffe können den Schadstoff über die Nutzungsdauer an die Umgebung abgeben. Dies ist insbesondere bei Platten der Fall, die Harnstoffharz-Formaldehyd enthalten. Bei Phenol-Formaldehyd ist das Gesundheitsrisiko wesentlich geringer.

Formaldehyd kann zu Reizungen führen. Diese tauchen vor allem dann auf, wenn größere Flächen mit MDF-Platten ausgestattet werden. Für Formaldehyd gilt ein gesetzlicher Grenzwert in der Raumluft von 0,1 ppm. Durch den Einsatz sogenannter E1-Platten wird sichergestellt, dass die MDF-Platten diesen Grenzwert nicht überschreiten.

Innenausbau mit MDF-Platten

Für größere Flächen im Innenausbau sind Plattenwerkstoffe zumeist die erste Wahl. Zur Minimierung des Belastungsrisikos mit Formaldehyd sollten Sie Holzwerkstoffe mit dem Umweltsiegel des Blauen Engels für „Emissionsarme Holzwerkstoffe“ einsetzen. Sie gewährleisten, dass die Formaldehydbelastung nur noch in etwa der Größenordnung des reinen Massivholzes entspricht.

MDF-Platten werden üblicherweise beschichtet oder lackiert. Dies reduziert die Belastung von möglichen Formaldehydemissionen. Allerdings werden dadurch die möglichen Lösemittelausgasungen durch den Lackeinsatz deutlich erhöht.

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