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Natürliche Dämmstoffe

Unter dem Begriff natürliche Dämmstoffe werden Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen zusammengefasst. Dabei kommen überwiegend folgende Materialien zum Einsatz:

  • Holzfasern
  • Hanf
  • Zellulose
  • Kork

Die meisten dieser Materialien sind leicht entflammbar. Deshalb enthalten natürliche Dämmstoffe teilweise Molke, Borax oder Amoniumsulfat, damit sie den bauaufsichtlichen Anforderungen entsprechen.

Während der Energieaufwand in der Herstellung für Holzfaserdämmstoffe sehr hoch ist, kommen Zellulose-Dämmstoffe mit sehr viel weniger Fertigungsaufwand aus. Ihre energetische Amortisation ist deshalb recht kurz.

Eigenschaften natürlicher Dämmstoffe

Die Wärmedämmfähigkeit ist gegenüber konventionellen Dämmstoffen mit 0,04–0,06 W/mK etwas niedriger. Allerdings haben natürliche Dämmstoffe häufig eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität. Dadurch dämpfen sie recht gut den sommerlichen Temperaturverlauf in der Außenluft. Das sommerliche Wärmeverhalten ist deutlich günstiger als bei Mineralfaserdämmstoffen oder Hartschaumplatten. Natürliche Dämmstoffe sind durch eine hohe Atmungsaktivität gekennzeichnet. Die Raumfeuchte wird gut abgepuffert.

Eine spätere Entsorgung von natürlichen Dämmstoffen ist vergleichsweise unproblematisch. Gerade Zellulosedämmstoffe können direkt stofflich wiederverwendet werden.

Gesundheitsrisiken durch natürliche Dämmstoffe

Natürliche Dämmstoffe sind überwiegend aus Fasergrundstoffen hergestellt. Gesundheitsrisiken ergeben sich durch das Einatmen. Dieses stellt eine Belastung der Lungen dar. Zum Atemschutz sind besondere Maßnahmen erforderlich. Allerdings sind die Hautreizungen gegenüber Mineralfaserdämmstoffen deutlich geringer.

Natürliche Dämmstoffe verarbeiten

Achten Sie auf eine räumlich luftdichte Abtrennung. Eventuell auftretende Baufugen führen gegenüber konventionellen Wärmedämmstoffen seltener zu einer Schimmelbildung. Die Feuchtekapazität von natürlichen Dämmstoffen ist relativ hoch.

Gerade bei ungünstig verwinkelten Dachflächen können Sie eine nachträgliche Wärmedämmung durch das Einblasen von Zellulosedämmstoffen kostengünstig realisieren. Die flächig komplette Dämmung sollten Sie aber mit Hilfe einer Wärmekamera überprüfen.

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